Wann fest einstellen? Wann einen Freelancer?

February 4, 2019

 

Immer mehr Unternehmen suchen händeringend Experten, um die Herausforderungen in der IT oder bei den vielen Digitalisierungs-prozessen auf die Reihe zu bekommen.

 

Dabei stehen Unternehmen auch immer vor einer grundsätzlichen Frage:  

 

Fest oder frei?  

 

Nach einer aktuellen Untersuchung der SD Worx und der Antwerp Management School, welche in fünf EU-Staaten durchgeführt wurde, sind dabei  

 

knapp ein Drittel (31,4 %) der deutschen Unternehmen bei der Ausführung von Kernaufgaben auf Freiberufler angewiesen,  

 

da lediglich 36 % der europäischen Unternehmen angeben, dass die Mehrheit ihrer Mitarbeiter über Qualifikationen verfügt, mit denen sie auch andere als die aktuell ausgeführten Aufgaben übernehmen können.  

 

Dieses Defizit an Wissen können Freelancer kurzfristig beheben.  Weniger als die Hälfte (42,8 %) der deutschen Unternehmen setzt häufig Freiberufler für kurzfristige Einsätze ein.  Den langfristigen Einsatz von Freelancern praktizieren hingegen in Deutschland nur 34,6 % der Unternehmen.  

 

Nach der Studie von SD Worx setzen Unternehmen mit einer hohen Mitarbeiterfluktuation eher auf den Einsatz von Freiberuflern als Unternehmen mit einer niedrigeren Fluktuationsrate.  

 

Über den Einsatz von Freiberuflern entscheidet in Deutschland zu 61% der Vorstand - ein sensationeller Höchstwert in Europa.  Nur in 7,5 % der deutschen Betriebe haben Manager die Entscheidungshoheit und nur in 5,7 % der Unternehmen sind es die HR-Abteilungen selbst, die über Freelancer mitentscheiden.  

 

Für HR-Abteilungen gibt es hier einige Möglichkeiten, ihre Bedeutung für das Unternehmen deutlich zu machen, zumal die Vergütungssysteme und Richtlinien oftmals von sehr fachspezifischer Natur sind.  

 

Untermauert wird diese Erkenntnis auch durch die Tatsache, dass mit 36,5 % lediglich ein gutes Drittel der in Deutschland befragten Unternehmen das HR-Team überhaupt über Entscheidungen mit Blick auf die Beschäftigung von Freiberuflern informiert. Die HR-Abteilungen werden folglich nur allzu oft außen vor gelassen.  

 

Neben dem Vorteil von Freiberuflern, wie Flexibilität für das Unternehmen bei konjunkturellen Schwankungen und den vielseitigen Erfahrungen, gibt es auch Nachteile.

Auf lange Sicht ist ein Festangestellter wesentlich günstiger als ein Freiberufler. Zum anderen identifizieren sich feste Mitarbeiter mehr mit dem Unternehmen als ein Freiberufler. Während Freelancer oft nur von Auftrag zu Auftrag denken, sehen Festangestellte in dem Unternehmen ihre berufliche Zukunft und sind dementsprechend auch an dessen nachhaltigem Erfolg interessiert.  

 

Der Wettbewerb um die besten Köpfe, um die Herausforderungen der nächsten Jahre zu meistern, schärft jedoch das Bewusstsein für „active sourcing“, um nicht erst 5 nach 12 zu suchen und damit wertvolle Zeit zu verlieren – unabhängig ob Freelancer oder Angestellter.

 

 

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